Pandoras Büchse

Poetische Gartenbriefe aus Lilly Sommers Laube

Lilly Sommers Gartenbriefe

Herzlich Willkommen!

Treten Sie ein in meinen Garten, auf der Insel Paulandia. Hier habe ich meinen Lebenstraum vom eigenen Garten innerhalb eines sehr großen Verbundes von Kleingärten verwirklicht. Vogelsang, Bienensummen und Hummelbrummen, Froschquaken und tschackernde Elstern inklusive. Als Reisejournalistin habe ich viele Gärten der Welt portraitiert. Hier nun habe ich mich meinem Gartenreich verschrieben und von Beginn an Lilly Sommers Gartenbriefe angelegt. Mit der Zeit sind sie zu poetischen und sinnlichen Kolumnen über die Metamorphosen eines anfangs „Verwilderten Kerls“ geworden, der jetzt zum Naturgarten und Hortus der Artenvielfalt gedeiht.

Immer mit Blick aus der Welt der kleinen Lebewesen in die Klangfarben und Töne meiner grünen Insel hinein, entstanden zarte Pflanzenportraits und Fotografien, formten sich Gestaltungsideen und kurze Betrachtungen historischer Gärten von den englischen Cottage-Gärten über Viktorianische Formalgärten bis zu den „Jungen Wilden“ in Deutschland und Großbritannien.

Lassen Sie sich also entführen, reisen Sie mit Lilly Sommers Gartenbriefen in eine andere Welt und teilen Sie mit ihr mein intimes Zwiegespräch mit der Natur, das ihre Kraft, Würde und Besonderheit offenbart. Und entdecken Sie die zauberhafte Verwandlung Paulandias zu einem Ort, der mich glücklich macht und meinen persönlichen Ausdruck und meine Poetik spiegelt.

Chronik einer zauberhaften Verwandlung

Zur Eröffnung die Gartenbriefe 2020

Liebe Gartenfreunde,

Herzlich einladen möchte ich Euch in meinen Frühjahrsgarten. Schaut mit mir tiefer hinein in das Wesen der über Jahrmillionen sich selbst treu gebliebenen reinblauen Akelei. Lasst uns plaudern mit mutigen historischen Gartenpionierinnen über natürliche Staudengärten und deren Farben und Klang. Auch gibt es einen stoischen Rosenfreund zu feiern, der im Glücksfall goldfarben auftritt. Und was Pandoras Büchse im Gegensatz zur pandemischen Krise in unseren Gärten zu verschenken hat, erfahrt Ihr gleich zum Auftakt. Ach, und natürlich was uns Rosen im Wonnemonat Juni zuflüstern.



WILDE GESELLINNEN

Vom reinen Blau und forschen Gartenhexen

Den ersten Gartenbrief nach diesem Frühjahrsbeginn mit dem unendlich gefallenen C-Wort widme ich der Farbe Blau. Noch ist die Pandemie nicht gebannt, doch ist mir irgendwann statt ihr das Wort „Pandora“ als unfreiwilliger Witz herausgerutscht. Und das gefiel mir im totalen Gartenrückzug gut. Ist es doch nach dem Willen des Zeus die von Hephaistos aus Lehm erschaffene Frau, die in ihrer Büchse nicht nur die Plagen in die Welt bringt und damit die Menschen aus dem blühenden Goldenen Zeitalter heraus in die Zivilisation wirft...


Liebe Gartenfreunde,

Lasst Euch einladen die wilde Schönheit eines Gartenkunstwerks mit den Augen aufzuessen und das geheime Treiben der Pflanzenwesen auszuloten. Begegnet der Extravaganz der Farbe Rot und einer Gartenschamanin namens Shenandoah. Und folgt der Philosophie zweier Gartenwilden durch zwei Jahrhunderte von Weinheim an der Bergstraße nach Gravetye Manor in Sussex bis in die Nordamerikanische Prärie. Macht es Euch im Advent gemütlich oder wie man in Norddeutschland gerne sagt ‚muckelich‘ und schützt Euch so gut es geht.


HERBSTLICHE PHANTASIEN

Vom geheimen Treiben der Pflanzenwesen

Der hohe Sommer hat sich überhitzt in unsere Gärten gefräst und die gute Erde zu rissigen Platten gebrannt. Reglosigkeit in den Mittagsstunden, abendlich kleine Orgien des sinnlosen Gießens mit Brauchwasser. Die Regentonnen blieben über nahezu drei Monate leer. Und sogar der virulenten Pandemie schien die Luft ausgegangen zu sein. Eine gute Zeit für einen inspirierenden Ausflug in meinen Lieblingsgarten, den Hermannshof an der Hessischen Bergstraße...




Chronik einer zauberhaften Verwandlung